Politik fürs Geld
Moody's lässt Frankreichs Bonität bei Aa3, aber der Ausblick bleibt negativ
Die Ratingagentur Moody's hat Frankreichs Kreditwürdigkeit am Freitagabend unverändert bei Aa3 belassen. Der negative Ausblick bleibt. Frankreichs Staatsanleihen rentieren erstmals seit 2002 über 5 Prozent.
Aufatmen in Paris, zumindest vorerst: Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs am Freitagabend bei Aa3 belassen. Das ist sieben Stufen über dem sogenannten Ramschniveau. Viele Marktbeobachter hatten mit einer Herabstufung gerechnet. Der negative Ausblick bleibt allerdings bestehen, eine Herabstufung ist also weiter möglich.
Warum Frankreich unter Druck steht
Das Land steckt in einer Mischung aus politischer und wirtschaftlicher Krise. Gegen die hohen Lebenshaltungskosten gibt es teils gewaltsame Proteste, die Regierung ringt um einen Haushalt, und die Wirtschaft schrumpft laut aktueller Umfrage unter Einkaufsmanagern. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen stieg in dieser Woche erstmals seit 2002 über 5 Prozent. Der Abstand zu deutschen Bundesanleihen ist so groß wie seit der Euro-Krise nicht mehr. ING-Stratege Padhraic Garvey verglich die Lage mit einem Zugunglück in Zeitlupe.
Was heißt das für dich?
Für Sparer in Deutschland hat das zwei Seiten. Bundesanleihen gelten in solchen Phasen als sicherer Hafen. Gleichzeitig belastet die Unsicherheit in der zweitgrößten Volkswirtschaft des Euroraums auch den DAX und den Euro. Wer Anleihen-ETFs auf Staatsanleihen des Euroraums hält, hat in aller Regel auch französische Papiere im Depot, ein Blick ins Factsheet zeigt den genauen Anteil.
Quellen
Keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Diese Meldung fasst Originalquellen zusammen und wurde KI-unterstützt erstellt.