Wirtschaft
Stimmung in den Firmen kühlt ab: Frankreichs Wirtschaft schrumpft, Deutschland verliert Tempo
Der Einkaufsmanagerindex für den Euroraum fiel im Oktober auf 51,9 Punkte. Frankreich rutschte mit 48,4 Punkten unter die Wachstumsschwelle. Die deutsche Industrie hält dagegen und legt sogar zu.
Die Unternehmen im Euroraum werden vorsichtiger. Das zeigt die monatliche Umfrage unter Einkaufsmanagern von S&P Global und der Hamburg Commercial Bank (HCOB). Werte über 50 Punkten bedeuten Wachstum, Werte darunter ein Schrumpfen.
| Region | Oktober | Veränderung |
|---|---|---|
| Euroraum gesamt | 51,9 | −1,2 Punkte |
| Deutschland gesamt | 52,8 | −1,0 Punkte |
| Deutschland Dienstleister | 51,7 | von 52,9 |
| Deutschland Industrie | 54,2 | +0,3 Punkte |
| Frankreich gesamt | 48,4 | von 51,1 |
Frankreich bremst
In Frankreich fiel der Index überraschend deutlich unter die Wachstumsschwelle. Hinter dem Einbruch stehen gewaltsame Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten, ein Haushalt, den die Regierung nicht durchbekommt, und Anleiherenditen von über 5 Prozent, so hoch wie seit 24 Jahren nicht. Auch die anstehende Präsidentschaftswahl verunsichert die Firmen.
Deutschland: Industrie stark, Dienstleister schwächeln
Die deutsche Industrie überrascht positiv, gestützt von vollen Auftragsbüchern, auch dank Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Bei den Dienstleistern stagniert dagegen das Neugeschäft, Ökonomen verweisen auf die hohe Inflation und die Unsicherheit. Regierung und viele Experten erwarten für 2026 weiterhin ein Wachstum von über einem Prozent, einen selbsttragenden Aufschwung sehen sie aber noch nicht.
Was heißt das für dich?
Einkaufsmanagerindizes gelten als Frühwarnsystem, weil sie Wochen vor den offiziellen Wirtschaftsdaten kommen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal wird am 30. Oktober veröffentlicht.
Quellen
Keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Diese Meldung fasst Originalquellen zusammen und wurde KI-unterstützt erstellt.