Wirtschaft
Inflation im Euroraum steigt auf 3,8 Prozent: Energie 19 Prozent teurer
Die Verbraucherpreise im Euroraum lagen im September 3,8 Prozent über dem Vorjahr, nach 3,2 Prozent im August. Größter Treiber ist Energie mit einem Plus von 18,9 Prozent. In Deutschland liegt die Rate bei 3,3 Prozent.

Die Teuerung im Euroraum zieht wieder an. Nach endgültigen Zahlen des Statistikamts Eurostat lag die Inflationsrate im September bei 3,8 Prozent. Im August waren es noch 3,2 Prozent. Allein von August auf September stiegen die Preise um 0,6 Prozent.
Wo es teurer wird
| Bereich | September | August |
|---|---|---|
| Gesamt | 3,8 % | 3,2 % |
| Energie | 18,9 % | 14,3 % |
| Dienstleistungen | 3,2 % | 3,0 % |
| Kerninflation (ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol, Tabak) | 2,5 % | 2,4 % |
| Industriegüter ohne Energie | 1,1 % | 1,2 % |
Energie allein trug 1,71 Prozentpunkte zur Inflation bei, fast die Hälfte. Deutschland kam auf 3,3 Prozent (August: 2,9 Prozent), Frankreich auf 3,4 Prozent (August: 2,6 Prozent). Am höchsten war die Teuerung in Rumänien (6,5 Prozent), am niedrigsten in Schweden (1,0 Prozent).
Was heißt das für dich?
Eine Inflation von 3,8 Prozent bedeutet: Was heute 100 Euro kostet, kostet in einem Jahr rund 104 Euro. Für Erspartes ist das teuer. Ein Rechenbeispiel: Liegen 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto mit 2,5 Prozent Zinsen, bringt das 250 Euro im Jahr. Die Inflation frisst aber rund 380 Euro Kaufkraft. Unterm Strich verliert das Geld real etwa 130 Euro, vor Steuern.
Für die EZB ist die Lage heikel: Die Kerninflation ist mit 2,5 Prozent zwar moderat, aber die Energiepreise ziehen alles nach oben. Am 29. Oktober entscheidet sie über die Zinsen.
Quellen
Keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Diese Meldung fasst Originalquellen zusammen und wurde KI-unterstützt erstellt.