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Altersvorsorge

Frühstartrente 2026: Was Eltern jetzt wissen müssen, plus Kinderdepot-Check

10 Euro im Monat vom Staat für jedes Kind ab 6: So funktioniert die Frühstartrente, was daraus werden kann und wann sich zusätzlich ein Kinderdepot lohnt.

Tickerhaus-Redaktion · Zuletzt geprüft am 24. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit

Paar am Küchentisch plant mit Laptop die Altersvorsorge (KI-generiertes Bild)

Kurz gesagt: Mit der Frühstartrente zahlt der Staat für jedes Kind zwischen 6 und 18 Jahren 10 Euro im Monat in einen Altersvorsorgevertrag. Bei Aktienanlage können daraus bis zum 65. Geburtstag rund 30.000 Euro werden. Das Geld ist aber bis zur Rente gebunden. Wer seinem Kind Startkapital für Führerschein, Studium oder die erste Wohnung mitgeben will, braucht zusätzlich ein normales Kinderdepot.

Was ist die Frühstartrente?

Der Bundestag hat die Frühstartrente am 16. Oktober 2026 beschlossen. Die Idee: Kinder sollen so früh wie möglich vom Zinseszins profitieren. Der Staat legt deshalb für jedes Kind ab dem sechsten Geburtstag Geld in einen Altersvorsorgevertrag.

Frühstartrente
Für wen Kinder von 6 bis 18 Jahren, zuerst Jahrgang 2020
Staatlicher Beitrag 10 € im Monat, 120 € im Jahr
Gesamt vom Staat bis zu 1.440 € (12 Jahre)
Private Zuzahlung bis 6.840 € im Jahr möglich
Anlage ohne eigenen Vertrag staatliches Sondervermögen ab 2028, breit gestreute weltweite Aktien
Auszahlung in der Regel nicht vor 65

Was kann aus 10 Euro im Monat werden?

Ein Rechenbeispiel mit 6 Prozent Rendite pro Jahr vor Kosten und Steuern:

Variante Eingezahlt Mit 18 Mit 65
Nur Staat: 10 € im Monat von 6 bis 18 1.440 € rund 2.100 € rund 32.000 €
Staat plus Eltern: 35 € im Monat von 6 bis 18 5.040 € rund 7.300 € rund 113.000 €

Der Großteil des Ergebnisses entsteht in den 47 Jahren zwischen 18 und 65, in denen das Geld einfach liegen bleibt. Genau das ist die Macht des Zinseszins. Eine Garantie für 6 Prozent gibt es nicht. Aktien können über Jahre auch fallen.

Eigener Vertrag oder Staatsfonds?

Ohne eigenen Vertrag landet das Geld automatisch im staatlichen Sondervermögen. Es darf nur in breit gestreute weltweite Aktien oder Aktienfonds investieren, politische Spielereien sind ausgeschlossen. Für Eltern, die sich um nichts kümmern wollen, ist das eine solide Lösung.

Mit eigenem Vertrag können Eltern den Anbieter und die Anlage selbst wählen und Geld dazulegen. Das lohnt sich vor allem, wenn Eltern oder Großeltern regelmäßig etwas für das Kind sparen wollen. Achte dann besonders auf die Kosten: Bei so langen Laufzeiten macht jedes Zehntelprozent einen großen Unterschied. Unser Sparplanrechner zeigt, wie stark.

Und das Kinderdepot?

Die Frühstartrente ist Geld für die Rente. Ein Kinderdepot ist ein ganz normales Depot auf den Namen des Kindes, in das Eltern zum Beispiel einen ETF-Sparplan einrichten. Der Unterschied:

Frühstartrente Kinderdepot
Zuschuss vom Staat 10 € im Monat keiner
Verfügbar in der Regel ab 65 ab 18 für das Kind
Wem gehört das Geld dem Kind, gebunden für die Rente dem Kind, Einzahlungen sind ein Geschenk
Gut für Rente Führerschein, Ausbildung, Studium, erste Wohnung

Steuervorteil des Kinderdepots: Das Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung können Kapitalerträge oft sogar weit darüber hinaus steuerfrei bleiben, solange das Kind kein anderes Einkommen hat.

Der Haken: Das Geld gehört unwiderruflich dem Kind. Mit 18 kann es frei darüber verfügen, auch für ein Motorrad statt fürs Studium. Wer das nicht will, spart stattdessen im eigenen Depot für das Kind, verzichtet dann aber auf den Steuervorteil.

Was heißt das für dich?

  • Kind ab 2020 geboren: Die Frühstartrente kommt automatisch. Überleg in Ruhe, ob du einen eigenen Vertrag willst, sobald die Anbieter ihre Angebote veröffentlichen.
  • Du willst mehr tun: Schon 25 Euro im Monat zusätzlich machen bis 65 rund 80.000 Euro Unterschied (Modellrechnung).
  • Startkapital für mit 18: Dafür ist ein Kinderdepot mit ETF-Sparplan der bessere Weg.

Wie die Förderung für Erwachsene funktioniert, zeigt unser Altersvorsorgedepot-Rechner.

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Häufige Fragen

Wer bekommt die Frühstartrente?

Kinder zwischen 6 und 18 Jahren. Den Anfang macht der Jahrgang 2020, ab 2027 kommt jedes Jahr der neue Jahrgang der Sechsjährigen dazu. Ältere Kinder bekommen keinen staatlichen Zuschuss.

Wie viel zahlt der Staat?

10 Euro im Monat pro Kind, also 120 Euro im Jahr, insgesamt bis zu 1.440 Euro von 6 bis 18.

Muss ich selbst einen Vertrag abschließen?

Nein. Ohne Vertrag fließt das Geld in ein staatliches Sondervermögen, das ab 2028 in breit gestreute weltweite Aktien investiert. Mit eigenem Vertrag können Eltern den Anbieter wählen und bis zu 6.840 Euro im Jahr dazulegen.

Wann kann mein Kind über das Geld verfügen?

In der Regel nicht vor dem 65. Lebensjahr. Es ist Geld für die Rente, nicht für Führerschein oder Studium. Dafür eignet sich ein normales Kinderdepot.

Was ist besser: Frühstartrente oder Kinderdepot?

Das ist kein Entweder-oder. Die Frühstartrente ist gebundenes Rentengeld mit Staatszuschuss, ein Kinderdepot ist frei verfügbar ab 18. Viele Familien kombinieren beides.

Quellen und Stand

Keine Anlageberatung. Dieser Artikel dient der Information und Einordnung. Geldanlage ist mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Rechenbeispiele sind Modellrechnungen, keine Prognosen. Der Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und redaktionell geprüft. Bilder sind KI-generiert.